Wann et Koren ripe an der Ere stet,
Un de Sunnenwind het üwer de Tufeln get,
Wann de Fuare unger der let mellmet,
Unt et Beddelaken van Hitze pelmet,
Dat me owends nit rin well in et Nest:
Dann hent de Olper er Schüttenfest.

Wai van buten ickes afkummen kann,
Dei tüt den schwarten und den Schlippen an,
Deit örlik wat Groschen in den Bül.
Un siet für de Fraue: Ale, nu mül !
Drei Dae krieste mick nit int Nest,
leck föhre noch Olpe opt Schüttenfest.

– Det Fridags owends kanns der alt seihn Met der Schüttenkappe rümefleihn. Dai dauhnt se bit Dienstag nit af. leck wedde Se god minseel dermet int Bedde. Sunnowends margens in der tiehnten Uhre Steet der Major Schürhalz ob der Lure, Hei iket int Wiar. „Alwis, wu süht et ut?“ Dann deiht he fierlick de Fahne rut. De Musik kiönnt ! Dat is en Woort ! Wei dat in Olpe ens het gehort Un het dann den Spektakel geseihn,
Dei kiömet wier, un müchte fleihn ! Un tüt de Musik de Stroten rop,
Van der Minute steht Olpe op me Kopp.
Dann schruppent un waschend de Wiwer sik wund,

Dat se fraih genaug ap den Ümmerig kumment

De Mannslüe dür de Tiahne brumment: Do fehlt en Knoop un do en Schmischen,

Do bügelt amme witten Stümper et Lischen;
Do jolent de Blan ümmen Butzenknoop,
Da liett nock op der Strote en Hoop, Dei mut noch für me Zuge dodannent,
„Dei Stripen sal blank sin, wo wi wannent.“
Op me Marte werd tüschen angetracht In der frischen Sunnendagsnomedagspracht. Met Donnerbössen, wet Guatt wo alen, Korten un dicken un langen un schmalen,
lsen un hülten, met un ohne Schluat, Ower op jeder en Blaimzien, nett un akkrat. Un dann der Zug ! Viarop twe Trümmelzier, Der blanke Schellenbom met den Bümmelzier.
Stolz schliepet drop son halwen Puark

Den Schüttenvuel: En eicken Knuark met bliakern Flödderiken am bunten Ballige un imme Schnawel en blanke Medallige. Dei vertig Mann Kammiß dohinger met allen Döwels Blosedinger.

Unger vertig nü – un dann et beste – So wullt et de Olper taum Schüttenfeste. – In Butzen un Hanschen, witt ase Schnei, Der Schüttenvorstand, drei un drei. Un midden dertüschen, den Zilinder op me Ohre, Der ale Kiönning van vürtejohre. Verwegen de Kappe imme Knicke
De „Schützenbrüder“, schrohe un dicke,
Knapp op de Benen un hoge getwisselt, Kerels as Böme – un schmal gefisselt, Hennerich, Schnatz un Hannes – Josep, Grisen un schwarten, un hellen un Vösse,
En jeder stramm op der Schulter de Bösse. – Fiaraff krint de Herens en Ständchen gebracht
Dobi werent en paar passende Wore gesagt. Dann geht et dorop, und et duert nit lange,

Dann sittet der Vuel op hoger Stonge
Un süht de Schütten an der Kürke schnuppern
Un an der Teke de Beerzier schlupperen,

Un hört dann nix ase luter wier: Eine Portion Braten, drei Zuckerbier,
Fünf warme mit Kartaffelzalat, Sechs Beffs, den Mostert separat ! Kumm, ale Bubstert, si ens met ! Drink ut ! En Saiten fürt Lisett!

Quelle: „Festschrift  650 Jahre St. Sebastianus-Schützenverein Olpe, 1961“